Wachstums-Tipp #4: Kundenservice als Chance sehen – nicht als lästige Pflicht
Letztens mit einem Teamleiter im Support bei einem Kunden gesprochen.
Frage: „Was macht ihr den ganzen Tag so?“
Antwort: „Wir beantworten Anfragen.“ Punkt.
Was NICHT passiert:
❌ Vertriebschancen werden nicht erkannt und weitergegeben
❌ Erkenntnisse fließen nicht ins Produkt
❌ Keine Analyse, warum Anfragen entstehen und wie man sie reduziert.
👉 Support wird als Kostenstelle gesehen. Klassiker – weltweit in der Tat.
Was ist das Ziel von gutem Kundenservice? Meiner Meinung nach:
1️⃣ Kontaktquote reduzieren: Der beste Kundenservice ist der, der gar nicht erst gebraucht wird. Kein Kunde möchte Zeit verlieren, in der Warteschleife hängen oder sich erklären müssen -> wo müssen Prozesse im Unternehmen geändert werden, um das zu erreichen.
2️⃣ Anfragen schnell & zuverlässig beantworten: Wenn der Kunde sich dann meldet, dann muss schnell reagiert werden. Je nach Schwere des Problems umso schneller, aber keiner will 2026 mehrere Tage auf eine Erstantwort mehr warten.
3️⃣ Vertriebsrelevante Signale erkennen und weitergeben: Der Support hat selten das Skillset, um Umsatz zu generieren. Nicht deren Kernaufgabe, darum ist es wichtig zu definieren, wie und wo das Handover zum Vertrieb stattfindet.
Wenn Produkte oder Dienstleistungen als Commodity wahrgenommen werden, wird exzellenter Service (und Vertrieb!) zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal – und rechtfertigt einen höheren Preis 💶.
Systemfrage: Viele arbeiten noch in Outlook oder nutzen das CRM nur so halb.Ein sauberes Ticketsystem & -prozess = Transparenz, Kundenloyalität, Umsatzchancen, weniger Churn.
Kern-KPIs für den Kundenservice:
- Kontaktquote (wie viel % der Kunden melden sich überhaupt?)
- CSAT (wie zufrieden sind die mit der Interaktion?)
- FRT / First Response Time (wie schnell reagiert ihr?)
- TTR / Time to Resolution (wie schnell löst ihr das Problem?)
